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So 17 11 ’19  Prager Frühling

Deutschlandpremiere

Keyboard Fantasies: The Beverly Glenn-Copeland Story

Dok, UK 2019, 60 min., engl. OV, R: Posy Dixon

Auf Sci-Fi versessen und in beinahe völliger Isolation lebend, schreibt und produziert Beverly Glenn-Copeland in Huntsville, Ontario im Jahr 1986 im Alleingang Keyboard Fantasies. Die sieben Tracks der Kassette, aufgenommen in einem mit Atari ausstaffierten Wohnzimmerstudio, klingen ihrer Zeit voraus – ein kurioser Hybrid aus Folk und Electronica. Drei Jahrzehnte später erreichen den nun Glenn Copeland genannten Künstler E-Mails von Menschen aus der ganzen Welt, die ihm für seine Musik danken. Einem Plattenrarietäten-Sammler aus Japan, einer Neuauflage von Keyboard Fantasies und Erwähnungen durch diverse Künstler wie Four Tet und Caribou ist es geschuldet, dass die Musik nach zwei Generationen endlich einen Hörerkreis findet. Der Film erzählt von der Zeitreise des talentierten Musikers und Vokalisten, der von der Gegenwart eingeholt wird und sich im Alter von über 70 Jahren auf seine erste Welttournee begibt. Dabei dokumentiert er fünf Jahrzehnte unermüdlichen musikalischen Schaffens sowie die Neumodellierung von Gender und Sexualität inmitten eines tiefgreifenden sozialen Wandels. Eine filmische Hymne an den unvorhersehbaren Rhythmus des Lebens.

Eintritt frei.
In Anwesenheit von Beverly Glenn-Copeland (angefragt.)

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