TransCentury Update No.3

 

 
 DO 15 NOV 18 • 20:00 • UT CONNEWITZ 

Tief, tough und ausdrucksstark. Man muss den Namen Carla Bozulich nur hören und schon schiebt sich ihre Stimme ins Ohr. »Hard rock mountain with a hot marshmellow center«, so beschreibt sie selbst ihr Organ. Nach diversen Ausflugen in Genres, die so gar keine Verwendung für kratzig-bluesiges Stimmvolumen haben, interessiert sich die Multiinstrumentalistin - auch in diversen Nebenprojekten wie Evangelista - vornehmlich fur avantgardistische Soundscapes, Improvisationen und verschiedene konzeptionelle Offensiven gegen behaglichen Pop-rock. Als »worshipper of the drone« nimmt sie sich heute Heaven and Earth Magic vor - ein Standardwerk des New-Age-Cinema, dessen Handlung - wie so häufig in Harry Smiths Streifen - sehr kodiert ist. Mit Cutout-Animationen, also per Stop-Motion bewegten, ausgeschnittenen Fotografien und Papier-Figuren erzählt Smith in zwei Teilen »die Zahnschmerzen der Heldin, nachdem sie eine kostbare Wassermelone verloren hat, ihre Behandlung und Reise in den Himmel; dann folgt eine ausführliche Darstellung vom himmlischen Land im Sinne Israels, Montreal; und der zweite Teil schildert die Rückkehr zur Erde, nachdem sie von Max Müller verspeist wurde, am Tag der Einweihung der Londoner Kanalisation durch König Edward VII.« Wir zeigen eine 16mm-Kopie der Film-Makers' Cooperative (New York).